Home

Taiji und Tango - warum? und wozu?

Taiji und Tango - sind zwei unterschiedliche Arten, sich zu bewegen. Ein Oberbegriff könnte Bewegungskunst sein.

Ich praktiziere und liebe beides seit einiger Zeit und möchte wissen, wie das eine das andere befruchten kann.

Außer für diese Frage ist in diesem Weblog Platz für Anmerkungen zu

Thomas Gerken

Trackback: Trackback-URL |  Autor: Thomas

Du kannst diesen Beitrag kommentieren.
Pingen ist momentan nicht möglich.

6 Kommentare

  1. so sind zwar taijiquan und tango artifizielle bewegungkulturen, jedoch keine kunst. vorsicht, alles und jedes direkt mit dem begriff kunst nobilitieren zu wollen. das eine ist eine asiatische kulturtechnik und tango, wie wir wissen, eine synkretistische musik und tanz.
    wir haben also zuerst darüber nach zu denken, welche qualitäten beide kulturtechniken für sich genommen beinhalten. das kann durchaus spannend sein, wenn man dieses nicht als mechanistische handlungsanweisung versteht. der tango unterliegt in seinen formen ohnehin einem stetigen wandel, aber ich denke nicht alles muss in einer mélange aus diesem und jenem aufgehen. gleichwohl könnte aus einer ganzheitlicheren denkweise durchaus anstösse für das bewußtsein, wie man sich im tango bewegt, entstehen.

  2. Ob etwas Kunst ist oder nicht liegt zu einem großen Teil im Auge des Betrachters und der aktuellen Gesamtsituation.

    Ich würde beides je nach Ausführung als Kunst oder nicht bezeichnen.

  3. zum Beitrag 1 von rjg:
    Du schreibst “melange” - im Taiji besonders beim Pushen gibt es ein Wechselspiel von Aktion und Reaktion, beides geht wechselnd von jedem der Partner aus. Im Tango ist es klar, der Mann führt und die Frau folgt. Tanzt man den Tango mit einem sehr großen “Ohr” für die Impulse der Frau kann das sogar dazu führen, daß sich die Führung umkehrt. Das ist dann kein Tango im ursprünglichen Sinne mehr.

  4. Mir scheint Dein Ansatz etwas schräg, denn Tango ist zunächst die Musik, und die Bewegung dazu ist, wie bei jedem anderen Tanz auch, die Umsetzung des Gehörten mit dem Körper. Die Musik ist die eigentliche Kunst. Tanz ohne Musik gibt es nicht. Dann wäre es Gymnastik oder irgendeine andere Bewegungsform, z.B. TaiChi, aber eben kein Tanz. Leider kommt dieser ursächliche Zusammenhang zwischen Musik und Bewegung im Tanzunterricht meistens zu kurz. Da werden häufig einfach Bewegungsschemata verkauft ohne wirkliche Bindung an die Musik. Damit fehlt dem Ganzen dann aber die Seele, ist verkrüppelt. Das Ergebnis kannst Du auf vielen Milongas “bewundern”, wenn erlernte Bewegungs- oder Schrittfolgen wahllos repetiert werden, egal, was die Musik vorgibt. Die könntest Du auch dann auch einfach ausschalten. Zu den Stakkate eines D’Arienzo z.B. passen keine Drehungen, da kann man nur schreiten, hingegen die fantastisch singenden Sologeigen eines Pugliese geradezu einladen, sich zu drehen oder auf der Stelle zu verharren und als Paar gemeinsam in den Geigenhimmel aufzusteigen.
    Alle argentinischen Tango-Lehrer, die ich kennengelernt habe, haben mir unisono erklärt: Vergiss Deine erlernten Schritte und Figuren, fühle die Musik, sei kreativ und beweg Dich danach…das ist argentinischer Tango.

  5. 5
    Tan Choon 
    Freitag, 6. August 2010

    habe beides schon mal gemacht! Ist das hier nur eine theoretische Betrachtung?
    Wo wird TaiChi+Tango geübt?
    Gruss
    t.schooner

  6. Hallo Tan Choon,
    diese Website ist ein Experiment und soll eine Sammlung von Informationen zum Thema Taiji und Tango sein. Manchmal gibt es Workshops direkt zum Thema, zum Beispiel angeboten von Mirjam Trepte aus Halle
    http://www.mirjam-tango.de/
    Barbara aus Kiel hat gerade einen Workshop zum Thema: Führen für Folgende und Folgen für Führende angeboten
    http://bit.ly/aWFCXM
    Die Fähigkeit auch “die andere Seite” tanzen zu können, könnte ermöglichen, die Führung/das Folgen flexibel mitten im Tanz zu wechseln. So ähnlich wie beim Push-Hands im Taiji.
    Thomas

Kommentar abgeben